Das Unternehmen Manufor Fondations untermauert das Fundament des Wohngebäudes „Knibbeler“ in Saint-Saulve in der Nähe von Valenciennes (Frankreich). Die spannende, aber technisch sehr anspruchsvolle Baustelle bringt zahlreiche Problematiken mit sich, zu deren Bewältigung das Unternehmen eigens einen Minibagger HX10A von Hyundai Construction Equipment beim Händler Promatex erworben hat.

 

Die im April 2008 von Geschäftsführer Bertrand Wydooghe gegründete SARL Manufor Fondations ist auf Mikropfähle, Fundamente, Kurzpfähle, Untermauerung und Instandsetzungen nach Schadensfällen spezialisiert. Das an zwei Standorten niedergelassene Unternehmen – der Unternehmenssitz befindet sich in Sailly-sur-la-Lys (Département Pas-de-Calais) und das Lager in der Gemeinde Haubourdin (Département Nord) – beschäftigt 21 Personen und führt im Jahr ungefähr vierzig Baustellen aus, „von der Einrichtung von Messanzeigen für die Überwachung der Rissbildung, d. h. einer Baustelle ab 400 Euro, bis hin zu Baustellen mit einem Budget von bis zu 4 Mio. Euro, wie die Baustelle in Saint-Saulve“, erklärt Bertrand Wydooghe.

Der Umsatz des Unternehmens beträgt ungefähr 4 Mio. Euro mit konstant steigender Tendenz. „Das Unternehmen setzt sich aus drei Entitäten zusammen: Manufor Matériels, die soeben gegründete Manufor Conseils und natürlich Manufor Fondations. Die drei Entitäten ergänzen sich gegenseitig“, fügt der Geschäftsführer hinzu, der zuvor Bauleiter bei Queyrie (Eiffage) und Geschäftsträger bei Freyssinnet (Vinci) war.

Rettung eines Wohngebäudes

Das im Norden Frankreichs tätige Unternehmen arbeitet seit etwas über einem Jahr auf der Baustelle am Knibbeler-Wohngebäude, das in den 1960er Jahren in Saint-Saulve errichtet wurde.

Das Gebäude setzt sich aus 58 Wohneinheiten zusammen. An den verschiedenen Geschossen wurde das Vorhandensein von Rissen erkannt. Beratungen und Begutachtungen haben ergeben, dass sich das Gebäude langsam absenkt und dass die Fundamente mit einer Tiefe von 12 bis 15 m saniert werden mussten, weil sie nicht geköpft wurden.

Derartige Sanierungsarbeiten stellen für das Unternehmen eine Routineaufgabe dar. Diesmal jedoch kam eine zusätzliche Schwierigkeit hinzu: die Beengtheit der Baustelle. „Außerdem waren sämtliche Bauausführungspläne aus dem Errichtungsjahr des Gebäudes falsch. Laut Zeichnungen sollten 136 Pfähle vorhanden sein; wir haben aber bereits 160 Pfähle gezählt, obwohl die Arbeiten noch lange nicht abgeschlossen sind. Die vorhergesehenen Reihen zu je vier Pfählen „verwandeln“ sich in Reihen von fünf, sechs oder sogar sieben Pfählen. Eine Symmetrie zum Gebäude ist auch nicht zu erkennen. Und die Stromversorgungs- und Abwasserpläne sind ebenfalls falsch“, erläutert der Geschäftsleiter von Manufor Fondations. „Der verfügbare Platz unter dem Gebäude ist deutlich kleiner geworden und wir mussten unser Material entsprechen anpassen. Das gilt besonders für die Bagger“, fügt er hinzu. Das abgetragene Erdmaterial wird beispielsweise nicht mit einem Lader, sondern mit einem Förderband nach außen transportiert.

Kosten nahezu wie für eine Gebrauchtmaschine

Bertrand Wydooghe hat sich an Promatex (Département Nord) gewendet, um einen Minibagger von Hyundai Construction Equipment zu erwerben. Seine Wahl fiel auf den HX10A, „ein Modell, das ich auf der Matexpo in Courtrai entdeckt habe und 15 Tage nach der Bestellung erhalten habe“. Das Unternehmen besitzt außerdem einen 60CR-9 und einen 17Z-9A von Hyundai Construction Equipment, die ebenfalls auf der Baustelle eingesetzt werden.

Der Minibagger HX10A ist die ideale Lösung für diese Baustelle und ihre Besonderheiten. Größe, Gewicht und Preis waren die Hauptkriterien für Bertrand Wydooghe. Der HX10A erfüllt alle gestellten Anforderungen. „Außerdem ist der Minibagger nur ungefähr 2.000 € teuer als eine Gebrauchtmaschine“, fügt er hinzu. „Die Leistung ist im Vergleich zu anderen Modellen dieser Gewichtsklasse ebenfalls sehr gut. Die Bediener sind sehr zufrieden“, freut sich Bertrand Wydooghe. Der mit einer 50-l-Schaufel ausgerüstete Minibagger HX10A ist die Maschine, die auf dieser Baustelle am häufigsten zum Säubern der Baustelle und Beladen des Förderbands eingesetzt wird. Auch Steve Olivares, der seit 2011 bei Manufor Fondations arbeitet, ist überzeugt von der Maschine: „Der Bagger ist äußerst dynamisch, aber auch wendig, und in Bezug auf die geringe Größe sehr stabil. Er lässt sich leicht zwischen den Pfählen rangieren. Sogar unter dem Förderband kommt man vorbei. Die Anordnung der Bedienhebel ist ergonomisch und praktisch. Die Eingewöhnung an die Maschine war sehr schnell. Auch die Fahrerhausumgebung ist äußerst angenehm“.

Bertrand Wydooghe plant, einen weiteren HX10A bei Promatex zu erwerben: „Wenn wir an der Rückseite des Gebäudes arbeiten werden, müssen wir weiterhin das Förderband beladen, das aber dann viel länger sein wird“, erklärt der Geschäftsführer. „Wir haben vor, wieder genau das gleiche Modell zu nehmen, weil es sowohl in der Höhe (1.436 mm) als auch in der Breite (730 mm) einfach überall durchpasst“, fügt er abschließend hinzu.

Der Raupenbagger HX10A in Zahlen:

• Motor: Yanmar 3 TNV70
• Nettoleistung: 9,9 kW / 13,3 PS
• Zulässiges Maschinengewicht: 1.032 bis 1.087 kg
• Maschinenbreite/Fahrwerksbreite: 730 mm / 700–860 mm
• Max. Grabtiefe: 1.766 mm
• Max. Arbeitsbereich: 3.092 mm
• Heckschwenkradius: 747 mm
• Löffelausbrechkraft (ISO): 8,9 kN
• Reißkraft am Löffelstiel (ISO): 4,5 kN

Besonderheiten:

• Kleinste Maschine der Baureihe
• Oben montierter Auslegerzylinder
• Leicht zugänglicher Motor
• An zwei Streben klappbarer Überrollschutz
• Variables Fahrwerk
• Ausklappbarer Schild

Vorteile:

• Ideal für enge und Baustellen mit wenig Platz
• Keine Gefahr von Schäden während des Beladens
• Einfache Wartung
• Einfaches Durchfahren von Türen in Standardbreite
• Bei Bedarf verbesserte Stabilität
• Planierarbeiten über die gesamte Fahrwerksbreite