• In 2020 soll mit der Entwicklung des Wasserstoffkraftstoff Baggers begonnen werden. Seine Serienauslieferung ist für 2023 geplant.
  • Wasserstoffzellen sind für große Baumaschinen wesentlich kompatibler, da sich ihre Kapazität leichter als bei Lithiumbatterien erweitern lässt
  • Der Vertrag soll Hyundai Construction Equipment eine Chance bieten, den zukünftigen Markt der wasserstoffbetriebenen Maschinen anzuführen und sich eine bessere Position bei der Schaffung eines globalen Standards zu sichern

Ulsan (Südkorea) - Hyundai Construction Equipment hat kürzlich beschlossen, gemeinsam mit der Hyundai Motor Group die erste wasserstoffbetriebene Baumaschine der Welt zu entwickeln. Im vergangenen Februar haben Hyundai Construction Equipment, Hyundai Motors und Hyundai Mobis eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Entwicklung von wasserstoffbetriebenen Baumaschinen im Mabuk-Forschungszentrum in Yongin-si, Gyeonggi-do, unterzeichnet. Die drei Unternehmen werden sich gemeinsam auf die Entwicklung von wasserstoffbetriebenen Gabelstaplern und mittleren/großen Baggern während der nächsten Jahre konzentrieren.

 

Gemäß der Absichtserklärung werden Hyundai Motors und Hyundai Mobis die Wasserstoffzellensysteme, einschließlich der Strommodule, entwerfen und herstellen, während Hyundai Construction Equipment die Bagger und Gabelstapler konstruieren und fertigen sowie deren Leistungsfähigkeit beurteilen wird. Die Serienproduktion und der Vertrieb sollen 2023 beginnen.

 

Im Gegensatz zu den konventionellen Baumaschinen mit Dieselmotoren wird bei den wasserstoffbetriebenen Baumaschinen Elektrizität, die durch die chemischen Reaktionen zwischen Wasserstoff und Sauerstoff produziert wird, als Energiequelle genutzt. Dies bedeutet, dass keine giftigen Gase in die Atmosphäre emittiert werden. In Anbetracht dessen, dass die Nachfrage nach umweltfreundlicher Technik in den letzten Jahren weltweit rasch gestiegen ist, sollen die wasserstoffbetriebenen Baumaschinen Hyundai Construction Equipment helfen, sich in der weiteren Entwicklung des globalen Baumaschinenmarktes zu behaupten.

 

Zudem lassen sich Wasserstoffzellen, im Vergleich zu den Lithiumbatterien, bei denen verschiedene Versuche zur Erhöhung der Batteriekapazität von strukturellen Problemen überschattet waren, viel einfacher erweitern, weshalb sie eine weitaus logischere Wahl für große Gabelstapler oder Bagger darstellen.

 

Die Partnerschaft zwischen Hyundai Construction Equipment, die über mehr als 540 Händler in mehr als 140 Ländern der Erde verfügt, und Hyundai Motors, die eine der besten Wasserstoffzellentechnologien weltweit vorweisen kann, soll der Baumaschinenindustrie einen Schub im Hinblick auf die Schaffung eines wasserstoffbasierten Öko-Systems geben, den alle Branchenakteure sehnsüchtig erwarten.

 

Hwang Jong-hyun, Leiter der Abteilung F&E von Hyundai Material Handling bei Hyundai Construction Equipment, sagte: “Mit dieser neuen Vereinbarung haben wir ein Fundament geschaffen, auf dem wir Kerntechnologie bei den wasserstoffbetriebenen Baumaschinen weit vor unseren Wettbewerbern sichern können. Hyundai Construction Equipment wird alles in ihren Kräften stehende tun, um die vor uns liegenden Herausforderungen zu meistern, bei denen die Länder weltweit versuchen, globale Standards bezüglich der Zertifizierung der Leistungsfähigkeit von Ausrüstungen und der Verabschiedung von relevanten Gesetzen für die Kommerzialisierung von wasserstoffbetriebenen Baumaschinen zu schaffen, und um eine führende Rolle bei der Weiterentwicklung des Marktes zu spielen.”

 

Hyundai Construction Equipment hat sich während der vergangenen Jahre weiter auf die Entwicklung von umweltfreundlichen Baumaschinen und Geräten konzentriert. In 2010 wurden die ersten elektrischen Radbagger (kabelbasierte Maschinen mit eingestecktem Stromkabel) in Serie produziert und 2018 erstmals in Korea ein kleiner Elektro-Bagger mit großer Batteriekapazität entwickelt.